Eines der am sehnlichsten erwarteten Spiele für PlayStation 3 wird in Kürze eine ständig steigende Zahl von Ego-Shooter-Fans zu Begeisterungsstürmen hinreissen. Hier erfährst du, warum "Killzone 2" das lange Warten wert ist.
Die Atmosphäre ist drückend - aufgestaute Wut und Aggressionen rauben auf diesem Planeten die Luft zum Atmen. Die intensive Hitze von Explosionen und Chaos steht in krassem Gegensatz zu den kühlen Temperaturen in luftiger Höhe, in der der gepanzerte Truppentransporter (APC) abgeschossen wird und über dem unwirtlichen Boden von Helghast mitten in einem Kampfschauplatz abstürzt.
Tief fliegende Helghast-Granaten treffen schon bald den nächsten bemannten APC. Der Transporter kracht unter ohrenbetäubendem Lärm in ein Gebäude und sofort beginnt es, brennendes Gemäuer und Wrackteile zu regnen. Die Explosionen der Raketen und Granaten erschüttern die Erde, und ein nicht enden wollender Kugelhagel durchschneidet die Luft. Ein unerschrockener Sanitäter versucht sein Möglichstes, um einen gefallenen Kameraden zu retten, während für viele andere jede Hilfe zu spät kommt. Befehle verhallen in einer Kakophonie der Zerstörung und das Kriegstheater hebt die Vorhänge zur letzten Aufführung.
Und dies ist bloss die Eröffnungssequenz des epischen Ego-Shooters "Killzone 2". Sei auf alles gefasst ...
Gefahr lauert hinter jeder Ecke
Die Reaktionen auf die lang erwartete Fortsetzung von Guerrilla Games sind durchweg positiv. "Killzone 2" nutzt das leistungsstarke PlayStation 3 System voll zu seinen Gunsten und ist schon jetzt einer der beeindruckendsten Titel aller Zeiten. Optisch ist das Spiel genauso gut wie erwartet und bis zu seinem Erscheinungstermin bleibt noch jede Menge Zeit, um es sogar noch weiter zu verbessern.
Die Liebe zum Detail ist einfach atemberaubend. Du kannst dich der pulsierenden, beängstigenden und hypnotisch wirkenden Welt von Helghast nicht entziehen. Die trostlosen klimatischen Bedingungen verschaffen dem Spiel einen düster drohenden Hintergrund, der sich bereits nach einigen Sekunden als Verstärker für eine Reihe faszinierender Effekte bewährt. Mit überragenden Licht- und Schatteneffekten, flüssigen Animationen sowie aufwendigen Texturen zieht dich "Killzone 2" unweigerlich in seinen abstossenden Bann - allein die Ladesequenzen sind von atemberaubender Schönheit.
"Die gesamte Atmosphäre des Spiels basiert auf der Schaffung eines permanenten Gefühls der Bedrohung", erklärt Hermen Hulst, Managing Director von Guerrilla. "Die Gegner sind mit der Umgebung bedeutend besser vertraut und so befindest du dich natürlich in einer schlechteren Ausgangslage."
Senior Producer Steven Ter Heide erläutert weiter: "Es ist dieses Gefühl der Feindseligkeit - das Gefühl, sich auf einem fremden Planeten zu befinden und unerwünscht zu sein. Es scheint sogar, als habe der Planet selbst sich gegen dich verschworen und nicht nur die unzähligen Gegner. Ein weiterer Punkt ist die unglaubliche Intensität des Spiels, die schon im Trailer aus dem Jahr 2005 sehr deutlich wurde. Der Eindruck, dass eine ganze Welt aus den Fugen zu geraten scheint, ist genau das, was wir mit "Killzone 2" erreichen wollten."
Es ist allerdings nicht nur die Grafik, die beeindruckt. Schon nach dem Spielen der ersten Level wird deutlich, dass Guerrilla andere Ego-Shooter sehr genau studiert hat und nun versucht, das Genre durch das Verschmelzen von lebendiger Grafik, authentischen Bewegungen und hervorragendem Gameplay auf die nächste Stufe zu heben.
Hel auf Erden
Die gnadenlosen titelgebenden Gegner, die Helghast, nutzen während der Kämpfe ihren Heimvorteil gnadenlos aus. Dabei ist nicht nur die Tatsache frustrierend, dass sie fortwährend Deckung finden, sondern auch ihr taktisches Vorpreschen unter Zuhilfenahme von Kisten und anderen zerstörbaren Objekten. Wird allerdings ein Gegner von dir getroffen, gerät er eventuell über eins dieser Objekte ins Stolpern. Eine besondere Freude sind Gegenspieler, die plötzlich mit gezogener Waffe vor dir auftauchen, um dann festzustellen, dass sie blockiert ist - es ist klar, was du nun zu tun hast.
Gerade auf die ausgetüftelten Schiessereien hat Guerrilla seine volle Aufmerksamkeit gerichtet. Hulst beschreibt dies wie folgt: "Jede Kugel ist auf ihrer ganz eigenen Mission." Zerstörung und Zerstörbarkeit sind in "Killzone 2" Hauptaspekte. Dabei geht es aber nicht nur darum, die Umgebung in Schutt und Asche zu legen, sondern zudem um eine möglichst realistische Darstellung.
"Wir haben ein Treffer-Reaktions-System eingeführt", erläutert Hulst. "Das bedeutet, dass jeder getroffene Gegner anders reagiert. Dies erklärt sich durch den Einsatz von Motion Capture-Animationen und Bewegungsimpulsen sowie den unterschiedlichen Entfernungen, Waffenarten und der Stelle, an der die Gegner getroffen werden."
"Wir bieten ein vollkommen neues Spielerlebnis"
Alliierte wie Einheimische sind mit truppenbasierten Mechanismen ausgestattet, d. h., dass du Kameraden an deiner Seite hast, mit denen du kommunizieren kannst und die Hilfe benötigen, wenn sie getroffen werden. Sie suchen genau wie du geschickt nach Deckung und setzen per Tastendruck eine Spähertaktik ein, mithilfe derer sie blind aus ihrer Deckung feuern können oder nach einem forschenden Blick einen gezielten Schuss abgeben können. Diejenigen, die über ein gutes Gehör verfügen, können sich das warnende Geräusch der beinahe entleerten Pistolentrommel zu Nutze machen und ohne einen Blick riskieren zu müssen, die Waffe nachladen.
Features wie dieses und natürlich der Einsatz der Bewegungssensor-Funktion dienen dazu, dich in den Bann zu ziehen. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Ausführen einer kreisförmigen Bewegung mit dem Wireless-Controller, mit dem du ein Ventil auf dem Bildschirm zudrehst. "Solche Aktionen sind nur mit der Bewegungssensor-Funktion von PlayStation 3 möglich", sagt Hulst. "Wir wollten etwas wirklich Intuitives einführen - etwas, das dem Spiel mehr Tiefe und Abwechslung verleiht. Es sollte keine technische Spielerei, sondern eine wirkliche Verbesserung des Gameplays bewirken und dadurch, dass das Spiel in der Ich-Perspektive erlebt wird, kann die Bewegungssensor-Funktion für weit mehr bedeutungstragende Bewegungen als das blosse Abfeuern einer Waffe eingesetzt werden."
"Es wurden eine ganze Reihe von Aktivitäten eingeführt, die mithilfe der Bewegungssensor-Funktion gesteuert werden", erklärt Ter Heide. "Es gibt also jede Menge zu entdecken."
Guerrilla ist auf alle Fälle bemüht, das Spiel so vielseitig wie möglich zu entwickeln, und bislang sieht "Killzone 2" auch genau danach aus. "Wir wollen ein Spiel bieten, das sich anfühlt, als würde man in einem Kinofilm mitspielen", so Ter Heide - und nach dem bislang Gezeigten fällt es schwer, ihm zu widersprechen.
Hier bei uns findest du auch weiterhin Informationen zu diesem aufregenden Game und seinen Multiplayermodi sowie zahlreichen weiteren Überraschungen.